Ursprünglich veröffentlicht am 06. März 2020.
Verfasst von: Anja Kaup (PR und Marketing Managerin) – anja.kaup@infocient.de

Ziel der SAP Berater bei Infocient ist, Wissen zu vertiefen und weiterzugeben. Am Montag, 10.02.2020 steht beim SAP BI Beratertag das Thema Virtualisierung im Fokus. Der Austausch der SAP BI Berater umfasst die Themen von Smart Data Access und Smart Data Integration, über CDS Views bis hin zur Datenmodellierung ohne Persistierung.

SDA und SDI

Der erste Beitrag fasst die Vor- und Nachteile von Virtualisierung und Persistenz zusammen.

Die Vorteile der Virtualisierung liegen darin, dass:

  • weniger Speicherplatz notwendig ist
  • das Fehlerrisiko minimiert wird
  • Datenmodelle skaliert werden können.

Dafür ermöglicht die Persistenz:

  • Die Verwendung historischer Daten und zeitabhängiger Stammdaten
  • Sicherungsstände
  • komplexe Transformationen
  • Unabhängigkeit von der Performanz des Quellsystems

Smart Data Access (SDA) ermöglicht den Datenzugriff auf virtualisierte Daten von anderen Quellen mit SAP-, oder ODBC/JDBC-Schnittstellen via Echtzeitverbindung. Diese Möglichkeit ist ab SAP HANA SPS 06 auf jeder SAP HANA-Datenbank verfügbar.

Smart Data Integration (SDI) erweitert SDA um die Datenreplikation und Transformation und wird ge-nerell verwendet, um Daten in die SAP Cloud Platform zu bringen. SDI erstellt Replication Tasks und Flowgraphs mit Knoten.

Smart Data Quality (SDQ) erweitert die Knoten eines Flowgraphs um Cleansing- und Matching-Funktionen. Die Knoten dienen der Transformation der Daten.

Die SAP Consultants tauschen sich auch zum Monitoring mit Hilfe des DP-Agent-Monitors, DP-Task-Monitors und DP-Design-Time-Monitors aus.

CDS Views

Der zweite Beitrag beleuchtet Core Data Services (CDS) und CDS-Views.

Datenmodelle werden direkt auf der Datenbank erstellt und nicht auf dem Applikationsserver. CDS werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt, wie z.B. bei transaktionalen und analytischen Anwendungen.

Die Infocient Kollegen gehen insbesondere auf die zwei Ausprägungen von CDS Views ein und stellen sie einander gegenüber:

  • ABAP CDS Views (ausgelegt für generelle Daten, unabhängig von einer SAP HANA Datenbank)
  • HANA CDS Views (enger ausgelegt für SAP HANA Datenbanken)

Voraussetzung für die Nutzung ist eine NetWeaver Version 7.40 (SP05 bzw. SP08) oder ein S/4HANA-System.

Virtualisierung

Der letzte Beitrag beschäftigt sich mit der Datenmodellierung ohne Persistierung. Der SAP BI Berater macht den Unterschied zwischen der LSA und LSA++ Architektur bei persistierenden Datenmodellen deutlich (bei LSA++ entfällt der Infocube), um dann auf die Vor- und Nachteile der HANA Native Modellierung einzugehen. Eine weitere Möglichkeit stellen Open ODS Views dar, um Daten virtuell ins System zu laden. Allerdings können hier u.a. keine Namenskonventionen und komplexeren Programmierungen verwendet werden.

Abschließend werden im Praxisteil CDS Views angelegt.

Coverphoto: Giu Vicente auf Unsplash, Ghent, Belgium

Buffet zur Stärkung der SAP-Experten

Fazit


Von Smart Data Access und Smart Data Integration, über CDS Views bis hin zu Hands-on am System bot der Tag für die SAP Experten eine gelungene Möglichkeit, sich über praktische Erfahrungen aus Projekten zur Virtualisierung auszutauschen und professionelles Wissen zu teilen.

Für Fabian, SAP BI Consultant, ist der Tag eine Bereicherung.

„Sehr Interessant fand ich die Möglichkeit, mein Wissen zu allen Methoden der Virtualisierung mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vertiefen zu können. Besonders gut fand ich, die Lösungswege der Kollegen kennenzulernen, um meinen eigenen „Methoden-Werkzeugkasten“ damit zu aufzufüllen.“

 

Coverphoto: Giu Vicente auf Unsplash, Ghent, Belgien