Ursprünglich veröffentlicht am 28. September 2021.
Verfasst von: Anja Kaup (PR und Marketing Managerin) – anja.kaup@infocient.de

SAP Business Technology Platform – kurz SAP BTP – ist eine einheitliche und offene Daten- und Entwicklungsplattform für das gesamte SAP-Ökosystem in der Cloud. Mit einer einheitlichen Basis für alle SAP Lösungen und Produkte will SAP der Herausforderungen begegnen, dass IT-Umgebungen der Kunden immer komplexer werden und Daten in Silos liegen, auf die schwer zugegriffen werden kann.

SAP BTP

SAP BTP bringt etablierte SAP-Technologien aus vier Märkten auf einer Plattform zusammen:

  1. Datenbank- und Datenmanagement, wie SAP HANA Cloud oder SAP Data Warehouse Cloud.
  2. Analytics, mit der Hauptlösung SAP Analytics Cloud.
  3. Anwendungsentwicklung und -integration mit SAP Extension Suite und SAP Integration Suite.
  4. Intelligente Technologien, wie SAP AI Business Services oder SAP Intelligent Robotic Process Automation.

Ziel ist, eine der größten Herausforderungen von Unternehmen bei der digitalen Transformation zu lösen: komplexe, unintegrierte IT-Landschaften.

Grafik zum Aufbau der SAP Business Transformation Platform SAP BTP

Abb. 1: SAP Business Technology Platform mit Kerntechnologien, Quelle: SAP SE

Eine stabile Multi-Cloud-Basis soll SAP-Entwicklern, Kunden und Partnern gleichermaßen die Integration, die Wertschöpfung aus Daten und die Erweiterung innerhalb von SAP-Landschaften und sogar darüber hinaus ermöglichen.

Warum SAP BTP?

Was ist besonders an der SAP Business Technology Platform?

Im Wesentlichen geht es um drei Dinge:

1. Integration

Im Gegensatz zu früheren, sehr produktspezifischen segregierten Technologieangeboten der SAP soll SAP BTP ein einheitliches Erlebnis für Integration, Datenverwertung und Erweiterbarkeit für alle End-to-End-Prozesse in 25 Branchen bieten.
Bisher war eine Zusammenführung mit Daten aus SAP-Diensten schwierig und umständlich, wenn Unternehmen Daten aus Drittanbieterquellen nutzen wollten.
Dies soll sich in einer harmonisierten Benutzererfahrung über Anwendungen und Technologien hinweg ausdrücken und in der Interoperabilität zwischen allen Plattformfunktionen und mit SAP-Anwendungen.
Ein Beispiel ist das Ziel einer durchgängigen und einheitlichen Nutzererfahrung, s. Abbildung:

Grafik zur angestrebten vereinheitlichen Benutzeroberfläche aller SAP Frontends

Abb. 2: Konsistente Nutzererfahrung durch beispielsweise harmonisierte Menüführung.
Quelle: Architecture Vision and Strategy Behind SAP’s Business Technology Platform

2. Wertschöpfung aus Daten (Data to Value)

Wertschöpfung mit Hilfe von Daten ist ein weiteres Ziel.
Die BTP-Funktionen sind auf wertschöpfende Geschäftsergebnisse in und um SAP-Landschaften ausgerichtet. Werkzeuge sind auf die Prozesse und Daten des Anwendungsportfolios zugeschnitten,
Business Services und vorgefertigte Inhalte helfen, um beispielsweise länderspezifische Anforderungen zu erfüllen oder spezielle Datenanalyseszenarien durchzuführen.
SAP BTP bietet eine semantische Schicht von Geschäftsdaten, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind.
Mit integrierten Sicherheits- und Compliance-Funktionen soll dafür gesorgt werden, dass geschäftskritische Informationen geschützt sind.

3. Offenheit und Erweiterbarkeit (Extensibility)

Kunden können auf jeder Hyperscaler-Cloud-Infrastruktur oder auf SAP-Rechenzentren aufbauen und diese erweitern. Entwickler bei Kunden und Partnern haben die Möglichkeit, marktführende, kosteneffiziente Tools zu nutzen, indem Interoperabilität mit vielen Standard-Entwicklungsservices von Hyperscalern und Open-Source-Technologien ermöglicht wird.
SAP BTP ermöglicht den direkten Zugang zu einem wachsenden Marktplatz mit ergänzenden Erweiterungen und Inhalten aus dem System, auf dem Partner ihre Lösungen direkt auf der Plattform entwickeln, veröffentlichen und vermarkten können, während die Kunden sie nutzen können.

Vorteile der SAP BTP

  • Übersichtlichkeit
  • schnelle Datenverarbeitung
  • vereinfachter Umgang mit System- und Serviceübergreifenden Geschäftsprozessen
  • effiziente Nutzung von Daten durch Zentralisierung von Anwendungen, Services und Datenquellen
  • Kosteneinsparung bei Hardware- und Betriebskosten
  • Bessere Erweiterbarkeit und Wartbarkeit
  • Nutzung neuer Technologien wie KI, Blockchain, Big Data und RPA durch vorgefertigte Services ohne aufwendige Infrastrukturbeschaffung oder eigene Programmierung

Anwendungsbeispiele für SAP BTP

  • Delivery Hero
    Über die Online-Bestellplattform werden täglich mehre millionen Essensbestellungen in 42 Ländern ausgeliefert. Mit Hilfe von SAP BTP konnten die Review- und Freigabeprozesse für Kapital- und Budgetfreigaben in Entwicklungs- und Marketingprojekten von rund zwanzig auf zwei Tage reduziert werden. Dafür wurden E-Mail-basierte Freigabeprozesse durch Business Process Management Services der SAP-Plattform standardisiert und automatisiert. Eingesetzt werden neben SAP S/4HANA, SAP Concur und SAP Ariba auch Drittanwendungen zur Bewer-tung und Freigabe. Zusammenhänge und Auswirkungen von Kapitalanfragen werden in SAP Analytics Cloud analysiert und als Entscheidungsgrundlage aufbereitet.
    (Quelle: https://it-onlinemagazin.de/was-ist-die-sap-business-technology-platform/)
  • Mobile Card Kit
    Mit dem Mobile Card Kit von SAP stehen Inhalte aus Unternehmenssystemen für den mobilen Einsatz vor Ort bereit. Durch den Aufbau einfacher mobiler Apps und Genehmigungsprozesse oder Workflows auf der Plattform können schnell neue Card Kits entwickelt und Daten hochgeladen werden, so dass sie in Echtzeit zur Verfügung stehen.
    (Quelle: https://www.sap.com/germany/products/business-technology-platform/use-cases/mobile-kit.html)
  • Beschleunigte Anwendungsintegration
    Mehr als 170 vorkonfigurierte Open Connectors der SAP Integration Suite vereinfachen die Anwendungsintegration. Eine einheitliche API-Schicht und eine standardbasierte Implementierung vereinheitlicht die Erfahrung von Entwicklern über Anwendungen und Dienste hinweg.
    https://www.sap.com/germany/products/business-technology-platform/use-cases/open-connectors.html

SAP BTP vs. SAP Cloud Platform (SCP)

Mitte Januar 2021 wurde die Marke „SAP Cloud Platform“ (SCP) offiziell abgeschafft, um die „One Platform-Strategy“ der SAP zu unterstützen. Die technischen Möglichkeiten und Funktionen von SCP bleiben über die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) erhalten und werden darüber hinaus erweitert.

Die SAP Cloud Platform stellte Dienste für die Entwicklung, Integration und den anschließenden Betrieb von Cloud-Anwendungen und kundenindividuellen Erweiterungen von Cloud- und On-Premise-Landschaften zur Verfügung.

Jetzt liegt der strategische Fokus auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP), einer Plattform mit offener Architektur und Geschäftsorientierung.

Die SCP beinhaltete nur die Säule „Anwendungsentwicklung und -integration“, die jetzt einer von vier Teilen der SAP BTP ist.

Die ehemaligen Services der SAP Cloud Platform waren in zwei Suiten gegliedert, die nun umbenannt wurden in:

SAP Integration Suite: Bietet Funktionen und Services, die Anwendungen, Prozesse, Menschen und Geräte miteinander verbinden. Als Integrationsschicht der SAP Business Technology Platform vereinfacht sie die Integration und harmonisiert die Prozesse.

Grafik der SAP Integration Suite

Abb. 3: SAP Integration Suite, Quelle: SAP SE

SAP Extension Suite: Bietet Funktionen und Services zur Vereinfachung der Anwendungsentwicklung und -erweiterung. Als Erweiterungsschicht für die SAP Business Technology Platform hilft sie Kunden, bei geringerem Risiko, sofortigen Nutzen zu erzielen.

Grafik der SAP Extension Suite

Abb. 4: SAP Extension Suite, Quelle: SAP Insider

Für Nutzer der SAP Cloud Platform und der SAP Digital Platform bedeutet das, dass sie diese Dienste weiterhin nutzen können. Die Funktionen werden erweitert und mit anderen SAP-Produkten verknüpft.

Kennzeichen und Architektur von SAP BTP

Die SAP Business Technology Platform ist eine Mischung aus einer Plattform für Entwickler und einer Marktplatz-Plattform.

Kennzeichen einer Entwickler-Plattform (Developer Platform): Entwicklerplattformen stellen einen Satz von Programmiersprachen, Bibliotheken oder Tools für die Softwareentwicklung dar. Entwickler haben in der Regel keine direkten Kontakte mit Konsumenten.
Zweck einer Entwickler-Plattform: Durch die Verwendung verschiedener Technologien, Werkzeuge und Dienste ermöglicht sie es Entwicklern, jede beliebige Software schnell und effizient zu erstellen und zu integrieren.

Kennzeichen einer Marktplatz-Plattform (Marketplace-Platform):
Marktplatz-Plattformen kommen aus dem Verbraucherbereich und konzentrieren sich hauptsächlich darauf, ein Netzwerk aufzubauen und zu ermöglichen und Produzenten und Konsumenten zu verbinden.

Zweck einer Marktplatz-Plattform: Der Marktplatz akquiriert, vermittelt und verbindet Hersteller oder Produzenten und Kundengruppen und bietet niedrigere Transaktionskosten, Netzwerkeffekte und Innovationen.

Kennzeichen einer Produkterweiterungsplattform (Product Extension Platform):
Eine Produkterweiterungsplattform ist die Kombination einer Entwicklungsplattform mit einem Marktplatz.
Ein Unternehmen hat ursprünglich mit einem digitalen Produkt oder einer digitalen Dienstleistung begonnen. Die Plattform, die es um sein Kernprodukt herum aufbaut, bietet daten- und anwendungsspezifische Werkzeuge an, die es den Nutzern ermöglichen, das Kernprodukt auf einfache Weise zu erweitern. Diese Werkzeuge sind sogar für Drittentwickler verfügbar.
Entwickler erstellen neue Anwendungen, Erweiterungen und Funktionen für das Kernprodukt und vermarkten diese dann über einen digitalen Marktplatz, der vom Plattformanbieter kuratiert wird. Die Kunden können diese ständig wachsende Quelle innovativer Produktfunktionen und Erweiterungen von Drittanbietern problemlos nutzen.

Die SAP Business Technology Platform entwickelt sich zu einer solchen Produkterweiterungsplattform. Sie soll geschäftsspezifische Werkzeuge für unterschiedliche Entwickler-Personas bereitstellen und es Partnern ermöglichen, ihre Lösungen und Inhalte auf einem Marktplatz zu vermarkten, wo gemeinsame Kunden diese Lösungen beziehen können.

Sketchnote SAP BTP Produkterweiterungsplattform

Abb. 5: Sketchnote – SAP BTP ist als Produkterweiterungsplattform eine Kombination aus Entwickler-Plattform und Marktplatz-Plattform

Aufbau und Kern-Technologien von SAP BTP:

SAP BTP Architektur

Abb. 6: Aufbau der SAP Business Technology Platform, Quelle: SAP SE

Wie in der Einführung bereits erwähnt, bietet SAP Business Technology Platform Lösungen und Services in vier Kategorien an:

  1. Database und Datamanagement:
    Datenbanken: Zu den unterstützten Datenbanken gehören: SAP HANA, SAP HANA Cloud, SAP IQ, SAP Adaptive Server Enterprise and SAP SQL Anywhere.
    Datenmanagement: Dafür sorgen SAP Master Data Governance, SAP Data Intelligence, SAP Information Steward, SAP Data Quality Management, SAP PowerDesigner, SAP Information Lifecycle Management, SAP Landscape Transformation Replication Server and SAP Data ServicesUnternehmensdaten können auf einer Plattform verwaltet, gesteuert, integriert und analysiert werden. Das hilft, um Datenredundanz zu reduzieren und ein umfassendes System von Stammdaten über Landschaften hinweg aufzubauen und zu verwalten.
  2. Analytics: SAP BTP unterstützt diese Analyse-Lösungen:
    Business Intelligence: SAP Analytics Cloud, SAP BusinessObjects Business Intelligence (BI) suite and SAP Crystal solutions
    Data Warehousing: SAP Data Warehouse Cloud, SAP HANA und SAP BW/4HANA
    Enterprise planning: SAP Analytics Cloud for planning und SAP Business Planning ConsolidationZiel ist, Echtzeit-Einsichten durch Business Intelligence und maschinelles Lernen zu erhalten, vergangene und aktuelle Situationen zu analysieren und gleichzeitig zukünftige Szenarien zu simulieren.
  3. Application Development and Integration:
    Anwendungsentwicklung (Application Development): Die SAP Extension Suite umfasst mehr als 1.000 vorgefertigte Komponenten, Vorlagen, Bots, Prozessinhalte und Designmuster, um reaktionsschnell Anwendungen entwickeln zu können.
    Anwendungsintegration (Application Integration): Die SAP Integration Suite ist eine Plattform für Unternehmensintegration als Service (EiPaaS) mit mehr als 2.000 vorgefertigte Integrationen, über 170 Anwendungskonnektoren von Drittanbietern und über 140 Business EventsNeben der SAP Extension und Integration Suite fällt SAP Process Orchestration in diese Kategorie.Ziel ist, die Anwendungsentwicklung sowie die Integration von verschiedenen Services/Anwendungen zu vereinfachen, zu beschleunigen und zu optimieren.
  4. Intelligent Technologies:
    Künstliche Intelligenz: SAP Intelligent Robotic Process Automation, SAP AI Business Services und SAP Conversational AI
    IoT: SAP Internet der Dinge und SAP Edge ServicesZiel ist, die Nutzung intelligenter Technologien, wie künstliche Intelligenz, robotergestützte Prozessautomatisierung, maschinelles Lernen, IoT und Blockchain anzubieten, um die Anwendungen und Prozesse bereitzustellen, die Unternehmen in Zukunft benötigen.

Grundlegende Plattform-Konzepte von SAP BTP

Die Services und Lösungen von SAP BTP sind auf mehreren Cloud-Infrastrukturanbietern verfügbar.
Das Multi-Cloud-Fundament unterstützt Umgebungen wie Cloud Foundry, ABAP und Kyma, dazu mehrere verschiedene Regionen und eine breite Auswahl an Programmiersprachen.

Mit Cloud Foundry haben namhaften Cloud-Anbieter das Ziel, einen einheitlichen Standard zu definieren. Damit kann SAP schneller neue geografische Regionen erschließen. SAP kümmert sich dabei um das PaaS-Angebot (Platform as a Service), die Infrastruktur (IaaS) bezieht SAP von den Hyperscalern.
Zu den Hyperscalern, auf die SAP BTP aufsetzt, gehören Google Cloud, AWS, Azure, Alibaba Cloud und SAP.
Kunden können sich für ein Rechenzentrum ihrer Wahl entscheiden.

SAP BTP Capabilites

Die Plattform differenziert sich in drei Ebenen:

  1. Anwendungsebene (Application plane) – die Zugriffsebene für Entwickler und Nutzer
  2. Daten-Ebene (Data plane) – semantischer und konsistenter Zugang zu allen Unternehmensdaten
  3. Fundament (Foundational plane) – grundlegende Dienste mit Identitätsdienst

SAP BTP Cockpit

Der zentrale Einstiegspunkt in die Cloud-Plattform ist das SAP BTP-Cockpit, über das auf Konten und Anwendungen zugegriffen und alle damit verbundenen Aktivitäten verwaltet werden können.

Screenshot des SAP BTP Cockpit

Abb. 8: SAP BTP Cockpit als zentraler Einstiegspunkt, Quelle: Take a Tour of SAP BTP Trial

Die folgende Abbildung zeigt die Beziehung zwischen einem globalen Konto, seinen Unterkonten, Umgebungen, Regionen, Berechtigungen und Kontingenten. Sie zeigt die Verwaltungsaufgaben, die sowohl auf der Ebene des globalen Kontos als auch auf der Ebene der Unterkonten zu berücksichtigen sind.
Die Grafik zeigt auch, dass bekannte Umgebungen wie Kyma, ABAP Cloud und Cloud Foundry gleichermaßen in der SAP BTP bereitgestellt werden.

SAP BTP Platform Concepts

Abb. 9: Plattform-Konzept der SAP Business Transformation Platform, Quelle: Best Practices for SAP BTP

SAP One Domain Model

Zentrales Element der SAP BTP ist das SAP One Domain Model. Es harmonisiert die Domain Models über alle SAP Applikationen hinweg und bietet so einen gemeinsamen Nenner.

Wird ein Domain Model für die Stammdatenintegration genutzt, spart dies eine Menge Aufwand. Betroffen sind die Hauptfelder von Transaktionsdaten, Stammdaten und Konfigurationsdaten entlang von End-to-End-Geschäftsprozessen.
Das Domain Model ist im API Business Hub veröffentlicht (https://api.sap.com/sap-one-domain-model)

SAP BTP One Domain Model

Abb. 10: Das SAP One Domain Model als zentrales Element der SAP BTP, Quelle:
Architecture Vision and Strategy Behind SAP’s Business Technology Platform

SAP BTP Services

Aktuell finden sich 90 Services auf der BTP Platform, die nach Kategorie, Suite oder Fähigkeit gefiltert werden können.

Screenshot der SAP BTP Services

Abb. 11. SAP BTP Services, Quelle: SAP Discovery Center (https://discovery-center.cloud.sap/viewServices?category=freetierservices)

Testversion für SAP BTP

Wie für viele andere Produkte bietet SAP auch für SAP BTP eine Testversion an.

Hier kann beispielsweise mit Hilfe von Starter-Szenarien Schritt für Schritt ein Szenario nachgebaut werden, es können verschiedene Servicefunktionen innerhalb des Plattformangebots ausprobiert werden, sowie neue kostenlose Servicepläne, die hinzugefügt werden. Beim Übergang von der kostenlosen zur kostenpflichtigen Nutzung ist kein Neuaufbau der Arbeit erforderlich.

Zugang über: https://www.sap.com/products/business-technology-platform/trial.html#partners

Weiterführende Informationen

Screenshot der SAP BTP Learning Journey

Fazit


Mit SAP BTP soll eine einheitliche Basis für alle SAP Lösungen und Produkte geschaffen werden, die Unternehmen bei der Digitalisierung auf dem Weg zu einem „Intelligent Enterprise“ und auf dem Weg in die Cloud unterstützen. Damit will SAP den Herausforderungen begegnen, mit denen Kunden konfrontiert sind: dass IT-Umgebungen immer komplexer werden, Daten in Silos liegen, die aufgelöst werden müssen, ohne dabei Struktur und Kontext zu verlieren.

Ziel ist auch, Nutzer zu befähigen, autonom zu handeln – beispielsweise durch low code/no code Programmierung, um zu verhindern, dass die IT zu einem Engpass wird, wenn es um Anfragen aus dem Unternehmen geht.

Die Funktionen der SAP Cloud Platform gehen in der SAP BTP auf bzw. werden durch einen vergrößerten Funktionsumfang erweitert.

Die Strategie der SAP bezieht Partner stark ein – auch Partnerschaften mit Drittanbietern. Dabei ist SAP BTP eine Produkterweiterungsplattform – eine Kombination aus einer Entwicklerplattform mit SAP-spezifischen Werkzeugen und Technologien und einem Marktplatz, auf dem die von SAP, Partnern und Kunden entwickelten Lösungen bezogen und genutzt werden können.
Die auf SAP zugeschnittene Plattform soll die Entwicklung und den Dateneinblick in und um SAP-Landschaften für jeden Entwickler beschleunigen. Die Lösungen und Innovationen, die anschließend rund um die SAP-Kernprodukte entstehen, sind über den SAP Store für jeden verfügbar.

SAP Business Technology Platform bietet Lösungen und Services in vier Kategorien: erstens Datenbank und Datenmanagement, wie SAP HANA Cloud oder SAP Data Warehouse Cloud. Zweitens Analytics mit der Hauptlösung SAP Analytics Cloud. Drittens Anwendungsentwicklung und Integration mit SAP Extension Suite und SAP Integration Suite. Viertens Intelligente Technologien, wie SAP AI Business Services oder SAP Intelligent Robotic Process Automation.

Die SAP Business Technology Platform soll die Grundlage für die Bereitstellung von integrierten End-to-End-Prozessen bilden: Gemeinsame Merkmale und Funktionen sollen das Erlebnis in allen SAP-Anwendungen harmonisieren, zum Beispiel ein einheitliches Erscheinungsbild und abgestimmte Datenmodelle. Neue Technologien wie KI, Blockchain, Big Data und RPA lassen sich durch vorgefertigte Services ohne aufwendige Infrastrukturbeschaffung oder eigene Programmierung nutzen.

Wie sich die Integration mit Partner- und Drittanbieter-Lösungen künftig entwickelt, wird spannend sein zu beobachten.

Coverphoto: „Steppin‘ out“ von Håkon Grimstad auf Unsplash